Samstag, 15. Januar 2011

Nobelpreiskrankheit und Selbstverliebtheit von Wissenschaftlern

[Doppelpost! Kommentare bitte bei „Detritus“ abladen]

Schon mal aufgefallen, das jeder mögliche Humbug mit irgendwelchen Autoritäten gerechtfertigt wird? Prominente Schauspieler finden Impfungen doof, Oberärzte mögen die Homöopathie und Nobelpreisträger leugnen den Zusammenhang zwischen HIV und AIDS.

Montag, 27. Dezember 2010

Alternative zu Weihnachten: Newtonmas

Isaac Newton wurde am 25. Dezember 1642 geboren. Damit haben alle Atheisten eine hervorragende Rechtfertigung für das Feiern von Weihnachten, das nebenbei bemerkt überhaupt keine biblisch, geschichtlich oder sonstwie gestützte religiöse Grundlage hat.

Und weil ich bzw. mein Verdauungstrakt dieses Jahr genug haben von Fleisch zum Frühstück, Mittag und Abendbrot, schlage ich halbvegetarische Newtonmas 2011 vor: Ein großes Porträt von Newton wird aufgehängt, und am „Heiligabend“ gibts dann grünen Salat mit kandierten Speckstreifen, Knoblauchcroutons und exotischen Früchten.

Das wird ein Fest! :)

Samstag, 11. Dezember 2010

„Photosynthesis“ - ein Cartoon über Photosynthese von Jay Hosler

Jay Hosler macht drüben bei „Drawing Flies“ herzallerliebste Cartoons zu wissenschaftlichen Themen und wünscht sich zu seiner neuesten Serie „Photosynthesis“ ein wenig Input. Momentan endet die Geschichte beim Elektronenübergang zum membrangängigen Plastochinon, die Elektronentransportkette beginnt also erst und die Generation von ATP aus dem Protonengradienten steht noch aus.

Geht rüber und schreibt ihm, was ihr über die Cartoons denkt und was ihr euch für die folgenden Teile wünscht! Gibt es etwas, was nicht fehlen darf?

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Auf dem Präsentierteller: Wie Virenbefall vom Immunsystem erkannt wird

Doch wieder ein Doppelpost! Bitte hier kommentieren.

Kürzlich habe ich mich entschieden, den Pflanzen und der Photosynthese den Rücken zu kehren und bin nun in der Strukturbiologie bzw. Immunologie gelandet. Ich werde mit einem Thema promovieren, dass die Struktur eines immunologisch wichtigen Proteinkomplexes betrifft, und gebe hier ein paar einführende Informationen zum Thema.


Donnerstag, 4. November 2010

Doppelposts sind doof; Dreingabe: Terroristen-, Jungfrauen- und Religionsvideo

Also, falls hier noch wer mitliest: Ich werde nicht mehr hier und zusätzlich in meinem Zweitblog „Detritus“ Wissenlogs Beiträge doppelt posten.


(Da das dortige Blogsystem „LifeType“ aber unerträglich hässlich und umständlich ist, schreibe ich alle Beiträge zuerst im Texteditor vor, mache Bilder und Links im Blogger-Editor fertig und kopiere dann den Quelltext in das LifeType-Interface. Damit sind alle Artikel also auch irgendwie hier doppelt drin. Aber doppelt korrigieren macht keinen Spaß. Egal.)

Jeder, der hier regelmäßig mitliest, ist eingeladen, „Detritus“ weiter zu verfolgen und hiesigen Quatsch trotzdem zu lesen.

Wie zum Beispiel: Erst heute bin ich beim Feuerbringer auf ein Video von gestoßen worden: Sasha Baron Cohen (Ali G., Borat) berichtet bei Letterman, wie er ein Interview mit einem echten Terroristen organisiert hat:



Da fehlt nur noch Tim Minchin mit „Ten Foot Cock and A Few Hundred Virgins“:


Mittwoch, 20. Oktober 2010

Sammelsurium der letzten Wochen: Links, Videos, Buchempfehlung

Mit Twitter hab ich ein prima Ventil gefunden, um Links und Standpunkte zu den typischen Themen häppchenweise zu verarbeiten. Deshalb ist es hier und drüben auf Detritus gerade ziemlich ruhig ...

Hier gibts noch mal die interessantesten Links der letzten Wochen gesammelt, Detritus ist mir zu schade dafür, ich will das andererseits den nicht-Twitterern nicht vorenthalten:

Martin Bäker hat eine dreiteilige Serie über „Das Teilchen, das es nicht gab“ gemacht.
Vor 25 Jahren entdeckte der Physiker J.J. Simpson bei der Untersuchung von radioaktivem Tritium Hinweise auf ein vollkommen neues und in den Theorien absolut unerwartetes Elementarteilchen, das als 17-keV-Neutrino bekannt wurde. [...] In diesem Eintrag will ich die Geschichte dieses Teilchens erzählen - sie ist nicht nur ein interessantes Stück Physikgeschichte, sondern wirft auch ein interessantes Licht auf die Stärken und Schwächen des Wissenschaftsbetriebs.
Für nicht-Physiker streckenweise vielleicht etwas technisch, macht aber nichts, ist trotzdem interessant. Sein Fazit aus der Geschichte bestärkt im Übrigen meine Auffassung der wissenschaftlichen Praxis ... Aber lest selbst: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

***

Anastasia Bodnar hat auf Biofortified einen sehr umfangreichen Hintergrundartikel zu dem gentechnisch veränderten Lachs Aquantage geschrieben, der ein Gen für ein Wachstumshormon aus einer verwandten Fischart trägt und damit etwa doppelt so schnell sein Endgewicht erreicht. Ich hab noch keine Zeit gehabt, den Beitrag zuende zu lesen, ich kann aber sagen, dass es die umfassendste Darstellung ist, auf die ich bislang getroffen bin: „Risk assessment and mitigation of AquAdvantage salmon“ auf Biofortified.org.

***
Auf Sciencebasedmedicine.org habe ich eine Buchempfehlung zu „The Moral Landscape – How Science Can Determine Human Values“ von Sam Harris gelesen, dazu noch einen hochgradig amüsanten Kommentar auf einen  Kommentar bei Why Evolution Is True über Twitter mitbekommen, sodass ich jetzt angefangen habe, das Buch zu lesen. Worum geht's? Wissenschaft ist laut Harris die Methode der Wahl, um Werte zu bestimmen, denn:
you’ll realize that moral judgments should always be about people’s well-being—that no other criterion makes sense. [...] Harris also suggests that neurophysiology and brain studies can help us determine what “well being” is on a neuronal level, how people make moral judgments, and whether those judgments arise in the part of the brain that also assesses empirical “truth.”  And, of course, he suggests that science—broadly construed as “empirical study”—can help figure out what promotes or does not promote well being. 
Zumindest auf den ersten Seiten sehr überzeugend. Amazon-Link (ich verdiene nix an nem Klick).

***
Dann bin ich noch auf John Ioannidis gestoßen, der vorrechnet, dass der Großteil der publizierten Forschung Bullshit ist: „Lies, Damned Lies and Medical Science“. Damit muss man, wie Steven Goodall, nicht absolut übereinstimmen, aber Ioannidis spricht einige Kernprobleme an, mit denen Studien vor allem im medizinischen Bereich zu kämpfen haben.

***

Florian Freistetter hat vor einiger Zeit ein witziges Video gepostet, in denen Kornkreisspinner sich selbst täuschen. Sie halten nämlich einen Kornkreis, der für die Sendung „Quite Interesting“ angelegt wurde, für ein außerirdisches Relikt. Haha! Hier nochmal das Video, ansonsten ist Florians Kommentar dazu aber auch lesenswert.



***

Ein Vortrag von Sir Ken Robinson, den man sicher von seinen zwei absolut sehenswerten, weil überzeugenden (und witzigen) TED-Talks (1, 2) kennt, wurde von RSA animiert:



***

Zu guter Letzt noch ein Video von dem sowieso immer sehenswerten C0nc0rdance auf YouTube, diesmal geht es um abschmelzende Polkappen:



Viel Spaß!

Montag, 11. Oktober 2010

Krankheitserreger mit Spritzen

Dieser Beitrag wird parallel in den Wissenlogs gepostet, bitte dort kommentieren!

Viele pathogene Bakterien produzieren Virulenzfaktoren. Das sind Moleküle, die die Wirtszellen manipulieren, um so zum Beispiel das Immunsystem auszutricksen oder eine Aufnahme des Bakteriums in die Wirtszellen zu veranlassen. Einige Bakterien, darunter die Erreger von Ruhr (Shigella), Pest (Yersinia) und Typhus (Salmonella), haben ein erstaunliches System entwickelt, um diese Moleküle in die Wirtszelle zu bekommen: sie injizieren sie mit Hilfe einer Nano-Spritze direkt in die Wirtszellen.

Freitag, 1. Oktober 2010

Ist die Banane noch zu retten?

Beitrag zum Blogkarneval mit dem Thema „Bedrohte Arten“ von Sören Schewe. Er wird parallel in den Wissenlogs gepostet, bitte dort kommentieren!


Die Verfügbarkeit des Deutschen zweitliebsten Obstes, der Banane, könnte in ein paar Jahren keine Selbstverständlichkeit mehr sein, denn die Pflanze wird in den Erzeugerländern von desaströsen Krankheiten heimgesucht. Die Kultivierung von Bananen in der derzeitigen Form steht vor dem Aus. In vielleicht 10 oder 20 Jahren wird man viele der heute verwendeten Bananensorten nicht mehr anbauen können. Die Suche nach einem Ersatz verlief bislang erfolglos.

Donnerstag, 30. September 2010

Beda Stadler über Gentechnologie (Video)

Dieser Beitrag wird parallel auch auf den Wissenlogs erscheinen. Bitte dort kommentieren!

Dieser Eintrag ist schamlos aus dem Esowatch-Blog geklaut, die es von Achter haben: Ein einstündiger Vortrag von Beda Stadler, den er am 17. Mai vor den schweizer Freidenkern gehalten hat. Ihr erinnert euch, das ist der Typ, der schon bei der skandalösen „Hart, aber Fair“-Sendung gegenüber dem Wundermittel Regividerm sehr ordentlichen Tacheles geredet hat.



Dienstag, 28. September 2010

Anti-Propaganda und Aufklärungsartikel zu „Am Anfang war das Licht“

Der österreichische Filmemacher Peter Arthur Straubinger hat einen wissenschaftlich zweifelhaften Film über Lichtnahrung (Trailer hier) verbrochen. Die Inhalte sind eigentlich altbekannt: Irgendwelche geistig besonders hochwertigen Menschen ernähren sich nur noch von Licht und müssen weder Wasser, noch Nahrung zu sich nehmen.

Zum Thema ist eigentlich schon alles gesagt, sollte man denken, sind Menschen doch keine Pflanzen. Außer ein paar Schwämmen, vielleicht den Salamander-Embryos und den „Solarschnecken“ wie Elysia chlorotica kann sich kein Tier von Licht ernähren, und selbst die brauchen Chloroplasten dafür. Lichtnahrung ist Hokuspokus. Braucht die Welt wirklich einen naiven, anti-aufklärerischen Film darüber? Ein Film, der sogar in die Kinos kommt und damit sicher auch leichtgläubige Menschen erreicht, und damit Todesfälle durch Fasten provoziert, wie es in den neunziger Jahren schon geschehen ist?