Freitag, 3. August 2012

Kochbanane mit Erdnuss-Sauce für Billigheimer


Was macht man mit einer Kochbanane? Im ersten Versuch hatte ich versucht, die grünen Dinger zu braten, allerdings war das Ergebnis völlig ungeniessbar. Allerdings lag das nicht an der Zubereitungsart, sondern am Reifegrad der Banane. Wie ich jetzt lernte, muss man die nicht etwa gelbgrün essen, sondern gelb mit braunen Flecken, erst dann sind sie süß genug.

Für zwei Personen macht man folgendes:

  • zwei gelbe Kochbananen schälen und in 0,5cm dicke Scheiben schneiden,
  • eine Seite in Pflanzenfett bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten, dann wenden und auch die zweite Seite braten,
  • zum Schluss salzen und großzügig mit Kokosraspeln bestreuen.
So müssen sie aussehen. Photo: Dmitry Lytov
 

Dazu habe ich Erdnusssauce für arme Leute gemacht (die braucht keine Kokosmilch):

  • 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen,
  • 1 EL Mehl dazugeben und verrühren,
  • 1-2 dicke Esslöffel Erdnussbutter dazu und verrühren,
  • Saft einer halben Zitrone, ein Schuss Sojasauce dazu,
  • 1 EL Sriracha (die Variante ohne Knoblauch) dazu,
  • 1 EL Zucker
  • und mit 200 mL Wasser kurz aufkochen.
Nicht wundern, dass es nach der Wasserzugabe so dünn erscheint, die Erdnussbutter muss erst aufquellen.

 

Leider hab ich es verpeilt, Hühnerfleisch zu kaufen, ansonsten hätten sicher gebratene Hühnerspieße sehr gut dazu gepasst.


Mittwoch, 16. Mai 2012

Mein Clown-Fahrrad hat jetzt einen Gang mehr. Verliebt bin ich in mein Dahon Mu UNO ja schon lange, bei etwas schnellerer Gangart musste ich dann aber doch etwas zu schnell treten (geschätzte 90 Umdrehungen für vielleicht 25 km/h). Deswegen hatte ich schon lange wegen einer dieser Zwei-Gang-Getriebenaben von Fichtel und Sachs überlegt: in den 60er und 70er Jahren wohl sehr populär (vor allem an Klapprädern), aber schwer zu bekommen, muss dabei gut in Schuss sein und natürlich auch fachkundig verbaut werden. Schwierig.

Letztes Jahr kam nun von SRAM eine Automatik-Zweigang-Nabe heraus: die Automatix. Vom leichten Direktgang schaltet die 28-Loch-Version im 20"-Rad bei etwa 15 km/h in den schweren Gang (Schnellgang). Die Übersetzung ist um einen Faktor 1.37 schwerer, sodass auch das mitgelieferte 19-Zahn-Ritzel ziemlich perfekt ist.

Das Fahrgefühl ist eine Wucht, verglichen mit dem früheren Einzelgang hat man gleichzeitig eine Anfahrhilfe, und ist trotzdem schneller. Das alles ohne Kabel und Bowdenzüge, ohne Wartung und ohne Schalter am Lenker.

Jetzt muss die Nabe nur noch den Langzeittest überstehen ... und ich muss die provisorische Schelle (Lochband) durch etwas hübscheres ersetzen.

Samstag, 12. Mai 2012

Wäsche aufhängen auf dem Dachboden. Irgendetwas flattert an mir vorbei, knallt mehrere Male gegen ein Dachfenster, und plumpst dann zu Boden. Ein Mauersegler! In meiner Hand fühlt er sich nicht gerade wohl, und er hat ziemlich scharfe Krallen. Am ausgestreckten Arm aus dem Dachfenster gehalten hat er keine Lust, loszufliegen. Soll ich mit den verflohten Tier zum Arzt? Ein Photo einsteht. Beim Versuch, das Dachfenster zu schließen, entsteht ein kreischendes Geräusch, was das Tier in Panik versetzt. Ganz schnell ist der Mauersegler jetzt durch das halbgeöffnete Fenster geflogen und ich sehe ihn draußen noch ein paar Runden drehen ...


Mittwoch, 15. Februar 2012

Koss Porta Pro mit Mikrophon und iPhone-Fernbedienung

Meine treuen Koss Porta Pro begleiten mich überall hin und werden durch mein iPhone mit Musik gespeist. Nervig ist dabei, dass man das iPhone nicht blind in der Tasche bedienen kann und ohne Fernbedienungsteil das Gerät immer aus der Tasche nehmen muss.

Es wäre doch toll, wenn es die Kopfhörer mit einer 3-Tasten-Fernbedienung und Mikrophon hätte – analog zu den Original-Apple-Teilen – und damit auch noch als Headset nutzbar wäre, um Siri während der Fahrradfahrt Befehle zu geben (oder sich von ihr anzicken zu lassen).

In Schweden gab es schon länger einen iPorta Pro mit ähnlicher Funktionalität und im Frühjahr kommt wohl eine Variante mit dem „Koss Touch Control“ auf den Weltmarkt. Obwohl ich nirgendwo lesen konnte, dass dort ein Mikro integriert ist. ktc

Ich wollte nicht in Schweden bestellen (teuer!) und die KTC-Variante gibt es ja noch gar nicht. So habe ich kurzerhand zum Lötkolben und den hier herumfliegenden Original-Apple-Ohrhörern gegriffen.

Zuerst muss man die weißen Apple-Ohrhörer zerlegen, und das erfordert etwas Kraft und Geschick. Entlang des grauen Gummirings muss man mit einem scharfen Messer das zugeschmolzene Plastik auftrennen. Ich habe mir dabei fast die Finger abgeschnitten. Die Plastikabdeckung schiebt man nach unten das Kabel entlang und löst den Knoten, der als Zugentlastung dient. Das ganze sieht dann so aus:

IMG 6169

Man markiert sich links und rechts, sowie plus und minus (bzw. merkt sich die Farbkodierung), lötet die Litze ab und legt die freien Kabelenden beiseite.

Jetzt macht man sich an die Koss-Kofhörer. Hier muss man, nachdem man vorsichtig die Kopfhörermuschel abgeklipst hat, vorsichtig die blaue Plastikabdeckung lösen, ohne die Halterungsstifte abzubrechen.

portapro

Auch hier müssen die Kabel abgelötet werden. An die großen Lötpunkte kann man anschließend die Apple-Kabel anlöten, die Kabel in die Zugentlastungsschlitze stopfen, alles wieder zusammensetzen und voíla – fertig ist die Laube.

War gar nicht schwer!

Seit einigen Monaten erfolgreich im Einsatz: mein Koss-Porta-Pro-Apple-Crossover.

Portpro-Apple-Crossover


Mittwoch, 1. Februar 2012

Blitzrezept: Schweinefleisch süß-sauer

Wenn man Kind und Beruf hat, ist es oft eine Herausforderung, aus frischen Zutaten zu kochen: so gegen halb sieben komme ich nach Hause. Bis um acht soll das Kindlein schlafen. Also braucht es eine Reihe von Rezepten, die wirklich schnell gehen.

Für mein Schweinefleisch süß-sauer (Angaben für 4 Personen) braucht man:

  • 1 Schweinefilet (800g)
  • 1-2 rote Paprika in 1cm2 Quadraten
  • 1 große Zwiebel, grob gewürfelt
  • 1 fingerlanges Stück frischer Ingwer, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Dose Anananas in Stücken (Saft nicht abgießen, der wird gebraucht)
  • frischer Broccoli nach Belieben, in Röschen zerteilt (ich mag in etwa die gleiche Menge, die ich an Paprika nehme)
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • ca. 1 EL Speisestärke (es geht auch Mehl)
  • schwarzer Reisessig (oder Balsamico)
  • >1 EL helle Sojasoße
  • ca. 1/2 EL Fünf-Gewürze-Pulver
  • Pfeffer
  • Pflanzenöl
  • Dazu: Reis oder chinesische Eiernudeln

Alle Zutaten vorher vorbereiten, das Kochen selber geht dann ganz schnell, bzw. muss schnell gehen.

Zuerst das Gemüse: den Knoblauch und den Ingwer in feine Scheiben schneiden, Zwiebel grob würfeln, den Broccoli putzen. Den Broccoli separat stellen, der Rest kann zusammen in eine Schüssel.

Jetzt das Fleisch ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden.

Eine große Pfanne stark erhitzen, das Öl hineingeben und das Fleisch anbraten, dabei das 5-Gewürze-Pulver einstreuen. Wenn das Fleisch nach 2-3 Minuten gerade so durch ist, in eine Schüssel geben, da gart es dann noch etwas nach. Wenn man es hier zu „durch“ brät, wird es am Ende trocken!

Die Pfanne mit einem Küchentuch auswischen und den Broccoli 2-3 Minuten unter ständigem Schwenken und Rühren anbraten. Dann kommt das restliche Gemüse dazu und man brät das auch unter ständiger Bewegung ca. 2 Minuten. Dann streut man die Speisestärke ein und löscht das mit einem guten Schluck Essig ab, gibt die Dose Ananas mit dem Saft dazu und großzügig Sojasoße. Wenn die Pfanne die ganze Zeit schön heiß war, ist die Soße in Nullkommanix heiß und man wirft das Fleisch rein, schmeckt ab und es ist fertig.

Das Ganze dauert ohne Vorbereitung nicht länger als 10 Minuten und dann ist der Broccoli nicht zu hart, das Gemüse ist nicht zerkocht und das Fleisch nicht trocken. Wenn man sich den Schritt mit dem Broccolibraten vereinfachen will (das Putzen und Waschen ist der größte Zeitfresser), könnte man den auch vorher mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen, abgießen, gut abgtropfen lassen und mit dem Rest anbraten. Das habe ich aber noch nicht probiert.

Ursprünglich stammt das Rezept von Jamie Oliver, ich habe es aber etwas abgewandelt.


Politische Botschaften in DDR-Kinderliedern

„Gedankenabfall“ ist als Wissenschaftsblog ja ziemlich tot, also kann ich das auch als Außenstation für mein eigentliches, in letzter Zeit ebenfalls sträflich vernachlässigtes Blog „Detritus“ benutzen! Freut euch also auf Rezepte und Kinderlieder! ;)

Fangen wir doch gleich mal mit Kinderliedern an.

Ich habe ja meine ersten sechs Jahre in der DDR verbracht und kann mich noch bildhaft daran erinnern, wie wir in der Kita Fensterbilder mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz bastelten, Lieder von der weißen Friedenstaube sangen, und wie ich einem Kita-Kommilitonen mit einem (Sowjet?)-Panzer eins übergebraten hatte, weil er mit meiner Freundin Silvia geredet hatte … oder irgendetwas anderes schlimmes mit ihr angestellt hatte.

In der Rückschau auf mein frühkindliches Kita-Erleben kann ich mir also gut vorstellen, dass subtile oder auch nicht-so-subtile politische Propaganda auf uns Kinder angewendet wurde. Was natürlich gar nicht geht, gar keine Frage.

Allerdings kann ich mich nicht erinnern, zum Beispiel dieses furchtbare Lied hören oder singen zu müssen „Wenn ich groß bin, gehe ich zur Volksarmee. Ich fahre einen Panzer, ratatatata“:

Politische Botschaften scheinen auch in den „normalen“ Kinderliedern durch, d.h. denen, die ich heute noch zusammen mit meinem Sohn höre. Auf der alten Platte „Schlapps und Schlumbo“ von Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt machen sich zwei Hauslatschen auf die Suche nach dem „Vielbesserland“, wo alles größer, schöner und vor allem gerechter ist, um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am besten ist. Mag sein, das ich das überinterpretiere, aber der Gedanke an Republikflucht und DDR-Mangelwirtschaft liegt da nicht so fern. Natürlich ist das Thema „irgendwo ist das Gras viel grüner als hier“ keines, was auf die DDR beschränkt wäre, außer dass damals überwiegend das Gras „drüben“ wirklich viel grüner war. So weit zu meinen Assoziationen. Wer sie nachvollziehen will, kann sich das Lied hier bei dailymotion anhören (YouTube hat's wegen der GEMA nicht).


Vielbesserland von kleptoplast

Was sagt ihr dazu?


Donnerstag, 2. Juni 2011

Udo Pollmer zu EHEC und der Gefährlichkeit der Rohkost-Ernährung

Udo Pollmer ist Lebensmittelchemiker und vertritt herrlich unkonventionelle Auffassungen zur modernen Ernährung. Er besitzt hohe toxikologische Sachkenntnis und äußert sich in dem folgenden zehnminütigen Virus zur derzeitigen EHEC-Problematik – sehenswert.

Wie kommt der EHEC-Erreger auf unsere Nahrungsmittel? Welche Nachteile hat der Konsum von Rohkost? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


Direktlink

Dazu passend auch die folgende Publikation, gerade bei GMO Pundit gefunden: „Association of farm management practices with risk of Escherichia coli contamination in pre-harvest produce grown in Minnesota and Wisconsin“ – die Düngung von Feldfrüchten mit Tierfäkalien erhöht das Risiko der Kontamination mit Colis.


Use of animal wastes in fertilization of fresh fruits and vegetable plots significantly increased the risk of E. coli contamination in fresh produce grown in semi-organic [...] and organic [...] farms. [...] During the two-year study, less than half of the conventional growers used animal manure for fertilization of their crops, while 70 to 90% of organic and semi-organic farmers applied animal manure for fertilization. This finding was expected as organic growers are not allowed to use most of the chemical fertilizers that conventional growers can use.
Und wenn man sich überlegt, dass im Bio-Landbau Bacillus-thuringiensis-Spritzbrühen (Bt) ausgebracht werden, und dass die auf den Früchten befindlichen Residuen enterotoxische Wirkungen haben („Occurrence of natural Bacillus thuringiensis contaminants and residues of Bacillus thuringiensis-based insecticides on fresh fruits and vegetables.“) ...

A total of 128 Bacillus cereus-like strains isolated from fresh fruits and vegetables for sale in retail shops in Denmark were characterized. Of these strains, 39% (50/128) were classified as Bacillus thuringiensis on the basis of their content of cry genes determined by PCR or crystal proteins visualized by microscopy. [...]In conclusion, the present study strongly indicates that residues of B. thuringiensis-based insecticides can be found on fresh fruits and vegetables and that these are potentially enterotoxigenic.
... dann kommt man schon ins Grübeln, weshalb die realen toxikologischen Gefahren bisher praktisch nie thematisiert wurden, eingebildete Gefahren wie die von gentechnisch veränderten Pflanzen aber schon.

Sonntag, 29. Mai 2011

One of the worst things you can do in life is set yourself goals

Stephen Fry: „Goal orientation is absolutely disastrous in life. Two things happen. One is that you fail to meet your goals so you call yourself a failure. Secondly you meet your goal and go, 'Well, I'm here now what.'... Because you're going for something outside yourself."


STEPHEN FRY: WHAT I WISH I'D KNOWN WHEN I WAS 18
from Peter Samuelson on Vimeo.

Sonntag, 27. März 2011

Wenn man keine Ahnung hat ...

... dann sollte man einfach mal auf Dieter Nuhr hören.

Und wer Dieter Nuhr nicht kennt, der macht Filme über Gentechnik, bzw. erzählt Blödsinn in der Anmoderation zu einer Filmvorstellung. Dieter Moor stellt bei „Titel, Thesen, Temperamente“ den neuen Gentechnik-kritischen Film „Gekaufte Wahrheit“ von Bertram Verhaag vor und es rollt mir bereits bei der Anmoderation die Fußnägel hoch.



Lohnt es sich, hier jedes einzelne Argument zu beleuchten? Hat es Sinn, den wissenschaftlichen Gehalt der Publikationen der märtyrerhaften Gentechnik-Gegner auszuwerten? Hat dieser bei der Diskussion überhaupt eine Bedeutung?

Ich bin seit einiger Zeit dabei, eine FAQ zu den meistgehörten Missverständnissen zur grünen Gentechnik zu erstellen. Pusztai, Seralini und Chapela dürfen da natürlich nicht fehlen ... Aber wenn man Beiträge wie diese dort oben sieht, weiß man nicht, wo man anfangen soll.

Bis dahin: Hat jemand Wünsche, welchen Aspekt man unbedingt mit in diese FAQ aufnehmen sollte? Was ist euer meistgehörtes Gentechnik-Missverständnis? Ist eine FAQ überhaupt das richtige Format? Ist es vielleicht besser, Einzelaspekte auch in einzelnen Artikeln abzuhandeln?



Dienstag, 22. März 2011

Selbstmordversuch mit Homöopathika (2)

Nachdem es Alexa Ray Joel im letzten Jahr nicht geschafft hat, sich mit Traumeel umzubringen, und darüber hinaus der kollektive Massenselbstmord der 1023-Aktivisten so kläglich gescheitert ist, will es Dr. Mark Benecke noch einmal wissen. Vor laufender Kamera nimmt er eine Überdosis Homöopathika ein. Die Folgen sind selbstredend verheerend:



Überraschenderweise überleben alle Beteiligten.

via @Esowatchcom